Am 5. Dezember 2025 waren wir mit 55.000 Mitschülerinnen und Mitschülern in fast 100 Städten auf der Straße, um gegen den Beschluss des neuen Wehrdienstgesetzes zu demonstrieren. Dieses wurde trotzdem eingeführt, und seit Anfang 2026 bekommen alle Jungen der Jahrgänge ab 2008 einen verpflichtenden Fragebogen nach Hause, den sie ausfüllen und zurücksenden müssen. Wird der Fragebogen nicht beantwortet, drohen Geldstrafen von bis zu 1.000 €, und auch das scheinbar freiwillige Erscheinen zur Musterung kann faktisch mit polizeilichen Maßnahmen durchgesetzt werden. Die angebliche Freiwilligkeit ist eine Lüge!
Doch dabei bleibt es nicht. Wir sehen die Kriegsvorbereitung nicht nur mit dem Wehrdienst, sondern überall in unserem Alltag. Das heißt: Präsenz der Bundeswehr durch Werbung in der ganzen Stadt und immer häufigere Besuche an unseren Schulen, militärische Forschung an unseren Unis oder NATO-Kriegsübungen in unseren Städten. Wir sollen für den Kriegskurs der Bundesregierung gewonnen werden, und immer mehr Bereiche des Lebens werden militarisiert. Wir wollen nicht in den Krieg ziehen!
Diese ganze Aufrüstung ist sehr teuer, und durch die Steigerung des „Verteidigungshaushalts“ und Sondervermögen wurden Hunderte Milliarden Euro dafür ausgegeben. Diese ganze Aufrüstung ist sehr teuer, und durch die Steigerung des „Verteidigungshaushalts“ und Sondervermögen wurden Hunderte Milliarden Euro dafür ausgegeben. Dafür werden unsere Schulen und Unis kaputtgespart, es fehlt an Lehrkräften, Ausstattung und sanierten Gebäuden. Die Löhne sinken, alles wird teurer, und auch soziale Einrichtungen und Räume sowie Angebote für uns Jugendliche müssen reihenweise schließen, weil angeblich kein Geld mehr für sie da ist.Die Bundesregierung behauptet, Werte wie „Freiheit“ oder „Demokratie“ zu verteidigen. Am Beispiel der Ukraine sehen wir jedoch, wie deutsche Unternehmen in sogenannten „Wiederaufbaukonferenzen“ Aufträge unter sich aufteilen, um sich durch den Wiederaufbau, neue Märkte und den Zugang zu Ressourcen zu bereichern.
In Wahrheit geht es um politische und ökonomische Interessen!
Wir als Jugend brauchen eine Zukunft ohne Krisen und Krieg. Wir wollen nicht auf andere Jugendliche schießen, die die gleichen Hoffnungen und Träume wie wir teilen. Wir wollen nicht, dass Menschen mit Waffen aus Deutschland getötet werden, und wir wollen nicht kriegstüchtig werden!
Deswegen lasst uns am 5. März noch lauter und noch mehr sein und klarmachen: Wir wollen weder Krieg – nirgendwo auf der Welt – noch Wehrdienst hier in Deutschland. Wir brauchen eine sichere Perspektive auf ein gutes und selbstbestimmtes Leben! Kommen wir deshalb an unseren Schulen zusammen, informieren wir unsere Mitschüler:innen und beteiligen wir uns am 5. März am Schulstreik, wenn das neue Wehrdienstgesetz beschlossen werden soll. Es geht um unsere Zukunft!
