Bildung statt Bomben – Stoppt die Kürzungen an den Unis!

Sep. 23, 2026

An unseren Unis wird gekürzt. Das bedeutet wegfallende Tutorien und überfüllte Seminare, gestrichene Professuren, Schwerpunkte und Studiengänge, Einstellungsstopps beim eh schon unterbesetzten Personal und steigende Semesterbeiträge und Mensapreise. Das ist kein Zufall und auch kein Versehen. Es ist die Konsequenz einer Politik, die bei Bildung und Sozialem jeden Cent kürzt, während für Aufrüstung und Krieg und die Militarisierung von uns jungen Menschen Milliarden ausgegeben werden.

Wer Studierende (wie Dorothee Bär) als privilegiert bezeichnet, der lügt. Es studieren nicht mehr nur die Kinder der Reichen, sondern über die Hälfte aller Schulabgänger:innen. Doch statt sich aufs Studium konzentrieren zu können, geht es angesichts hoher Lebenshaltungskosten, steigender Mieten, fehlendem BAföG und langer, teurer Pendelwege oft nur darum, irgendwie über die Runden zu kommen. Mit den aktuellen Kürzungen steigt die Angst für viele, sich das Studium nicht mehr leisten zu können.

Die Kürzungen sind auch eine Gefahr für die Unabhängigkeit und Qualität der Wissenschaft. Durch die fehlenden Gelder sind Unis immer mehr auf private Drittmittel angewiesen. Konzerninteressen, besonders aus der Rüstungsindustrie, bestimmen noch direkter die Lehr- und Forschungsinhalte. Lehrende und wissenschaftliche Beschäftigte hangeln sich von Befristung zu Befristung und studentische Beschäftigte arbeiten immer noch ohne flächendeckenden TVStud.

Wir können Sparpolitik an den Unis nicht getrennt betrachten von den massiven Angriffen auf den Acht-Stunden-Tag, die Rente und Gesundheitsversorgung oder das Sozialsystem. Sie sind Ausdruck derselben Politik, die auf die Interessen der großen Mehrheit scheißt, damit einige wenige immer reicher werden und sich für den nächsten Krieg hochgerüstet werden kann. Darum ist unser Kampf verbunden mit allen, die sich gegen die Sparpolitik und die Angriffe der Bundesregierung auf Lebens- und Arbeitsbedingungen einsetzen!

Als Studierende haben wir bereits im letzten Semester gezeigt, dass wir das nicht einfach so hinnehmen werden. Wir sind in zahlreichen Städten auf die Straße gegangen und werden das auch jetzt, wo die Kürzungen sich immer härter auswirken, weiter tun!

 

 

Wir fordern:

  • Rücknahme aller Kürzungen an unseren Hochschulen! Wir brauchen gute Studienbedingungen statt Sparzwang an unserer Zukunft!
  • Ausfinanzierung der Studierendenwerke! Abschaffung der Verwaltungskostenpauschalen, keine Erhöhungen bei Semesterbeiträgen, und Mensapreisen und mehr studentischen Wohnraum! BAföG ohne bürokratische Hürden, das zum selbstbestimmten Leben reicht!
  • Sichere Bedingungen für alle an der Hochschule: Tarifvertrag für studentische Beschäftigte, mehr Unterstützung für internationale Studierende (das heißt auch: Sperrkonten abschaffen) und keine Entlassungen und Einstellungsstopps!
  • Keine Forschung fürs Militär – Zivilklauseln ausweiten und einhalten!