Wir kämpfen bis wir frei sind! – Raus zum Internationalen FRAUENKAMPFTAG!

März 5, 2026

Am 8. März sind wir gemeinsam auf den Straßen. Für viele junge Frauen beginnt Ungleichheit schon in Schule, Ausbildung und Studium. Sie zeigt sich in schlecht bezahlten Ausbildungsberufen wie der Pflege, als medizinische Fachangestellte oder in sozialen Berufen, in befristeten Verträgen, Minijobs oder unbezahlten Praktika. Auch Rollenbilder werden uns früh aufgezwungen: wie Mädchen und Frauen sich zu verhalten haben, wer von diesen Bildern abweicht und wie Körper sexualisiert und zur Ware gemacht werden.

Eine Frau, die 40 Jahre arbeitet, leistet im Schnitt zweieinhalb Jahre unbezahlte Arbeit, weil Frauen bei gleicher Arbeit etwa 6 % weniger Lohn bekommen als Männer. Vor allem verdienen Frauen mit Migrationshintergrund rund 24 % weniger und arbeiten überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Bereichen wie Pflege, Handel und Bildung. Gleichzeitig arbeitet fast jede zweite Frau unfreiwillig in Teilzeit, weil unbezahlte Sorgearbeit wie Pflege, Erziehung und Haushalt bei ihnen bleibt. Das zeigt sich im Alter: Jede dritte Frau, die in Vollzeit gearbeitet hat, bekommt weniger als 1.000 Euro Rente und rutscht in Armut oder finanzielle Abhängigkeit von ihrem Partner oder ihrer Familie. Deshalb ist der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen ein zentraler Teil der Befreiung der Frau: Denn ohne gute Löhne, sichere Jobs und soziale Absicherung ist keine echte Selbstbestimmung möglich.

Steigende Mieten, Lebensmittelpreise und Lebenshaltungskosten sind Alltag. Während die Bundesregierung nichts ändern will, fließen weiterhin Milliarden in Aufrüstung und Militarisierung. Gleichzeitig werden Fonds für sexuellen Missbrauch gestrichen, 14.000 Frauenhausplätze fehlen – trotz vereinbarter Istanbulkonvention –, Beratungsstellen und sichere Zufluchtsorte sind unzureichend.

Frauen in Not werden bewusst abgewiesen. Auch Aufrüstung und Wehrpflicht machen vor Frauen nicht halt: Wehrdienst wird als Selbstbestimmung verkauft, doch das „gleiche Recht“ zu töten und zu sterben hat nichts mit echter Gleichberechtigung zu tun.

Angriffe auf Selbstbestimmung zeigen sich im Rechtsruck: bei Schwangerschaftsabbrüchen, körperlicher Selbstbestimmung und im Zugang zu medizinischer Versorgung. Menschen, die nicht in traditionelle Familienbilder passen, erfahren Abwertung, Gewalt und Diskriminierung. Besonders Migranten werden gezielt als Sündenböcke für soziale Probleme und Gewalt instrumentalisiert. Während die Politik Aufrüstung und Sozialabbau vorantreibt und als „Schutz“ verkauft, werden Spaltung und Rassismus weiter verschärft, wie an der „Stadtbild“- und „Töchter“- Ansprache von Merz deutlich wurde. Wir lassen uns nicht spalten – und erst recht nicht am Geschlecht!

Nur ein gemeinsamer Kampf für Selbstbestimmung, gleiche Rechte und ein Leben in Frieden können uns befreien! Deshalb fordern wir:
– Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – für ein Auskommen, das für ein unabhängiges und menschenwürdiges Leben reicht!
– Vergesellschaftung von Sorgearbeit – Haushalt, Pflege und Erziehung sind nicht nur privat und Frauensache! Mehr und kostenlose Kindergarten- und Pflegeplätze!
– Vollständige Umsetzung der IstanbulKonvention – für einen umfassenden Schutz von Frauen. Finanzielle Absicherung von Beratungs- und Hilfestellen statt Aufrüstung!
– Gegen reaktionäre Rollenbilder und für das Selbstbestimmungsrecht der Frau – Schwangerschaftsabbruch ist keine Straftat. Paragraph 218 StGB abschaffen!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich unabhängig vom Geschlecht am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, an Kundgebungen und Demonstrationen zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam unsere Stimme erheben!