HERAUS ZUM 3. SCHULSTREIK GEGEN DIE WEHRPFLICHT – NIE WIEDER FASCHISMUS, NIE WIEDER KRIEG

Mai 2, 2026

Am 08. Mai gehen wir auf die Straßen! Denn am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Ende des 2. Weltkriegs in Europa, ist es wichtiger denn je, dass wir klar und laut fordern: Wir wollen keinen Krieg! 

Seit einigen Jahren spielen Kriegsgefahr und Militarisierung auf einmal wieder eine große Rolle in unserer aller Leben. Überall auf der Welt werden Kriege geführt und auch Deutschland mischt dabei mit. Die Bundeswehr wird dabei immer präsenter: In unseren Schulen, unseren Feeds und auf Werbetafeln. Und während die deutsche Politik Unmengen an Geldern investiert, für das erklärte Ziel Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen, streichen sie Gelder an unseren Schulen und im Sozialen. 

Aber warum passiert das alles?

Während die Großmächte, allen voran die USA, aber auch China, Russland und die EU um mehr Einfluss in der Welt ringen und dabei Tod, Flucht und Zerstörung von hunderttausenden Menschen in Kauf nehmen, mischt Deutschland nicht nur bei vielen dieser Konflikte mit oder versucht, für sich Vorteile aus ihnen zu schlagen, sondern bereitet sich auch zunehmend darauf vor, in der Lage zu sein auch eigene Kriege vom Zaun zu brechen. 

Während hier also die größte Aufrüstung seit dem zweiten Weltkrieg stattfindet, Deutschland sich als zweitgrößter Waffenlieferant Israels, zum Mittäter am Genozid an den Palästinensern sowie mitverantwortlich für das Leid und den Tod vieler anderer Menschen die unter Kriegen leiden, macht und die Militarisierung sich in all unsere Lebensbereiche zieht, wird das alles mit Argumenten wie “Sicherheit” und “Verteidigung von unseren Werten” gerechtfertigt. 

 

Doch würde es um unsere Sicherheit gehen, würden unsere Leben nicht immer teurer, die Löhne immer geringer und unsere Perspektiven nach der Schule immer schlechter werden. Würde es um unsere Sicherheit gehen, würden wir nicht für den Dienst an der Waffe ausgebildet werden, um dann in ihren Kriegen innerhalb von kürzester Zeit unser Leben zu lassen.  

Wenn von Sicherheit geredet wird, geht es in Deutschland, so wie bei anderen Großmächten, einzig und allein um das Sichern von Einfluss, Ressourcen, Böden und Handelsrouten. 

Und für diese Ziele braucht es nicht nur hunderte Milliarden für die Bundeswehr, sondern auch uns Jugendliche als zukünftige Soldaten. Dafür soll die Wehrpflicht schrittweise wieder eingeführt werden. Schon jetzt werden junge Männer ab Jahrgang 2008 verpflichtet, einen Fragebogen zur Wehrerfassung auszufüllen und flächendeckende Musterungen sollen folgen. Wird das Ziel von 260.000 aktiven Soldaten auf diesem Weg nicht erreicht – was zu erwarten ist – soll die Wehrpflicht wiederkommen. 

Aber die Mehrheit der Jugendlichen ist gegen diese Entwicklung. Viele erkennen, dass die Aufrüstung nicht in unserem Interesse passiert. Schon zweimal waren wir mit über 50.000 Schülern auf der Straße, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. In über 100 Orten werden Schulstreiks organisiert und an unzähligen Schulen haben sich dafür Schülergruppen gebildet. 

Denn wir sind nicht bereit, in ihre Kriege zu ziehen! Wir werden nie wieder die Waffe auf Jugendliche aus anderen Ländern richten, von denen uns nichts trennt außer unsere Staatsangehörigkeit!